Verfahrenskombinationen

Neben der Anwendung der einzelnen Verfahren zur Mikroschadstoffelimination (d.h. entweder Ozonung oder Adsorption mit PAK oder Adsorption mit GAK) ist auch eine Kombination der verschiedenen Verfahrenstechnologien möglich. Denkbar ist beispielsweise eine Abwasserozonung mit anschließender GAK-Filtration zur biologischen Nachbehandlung. Ebenfalls möglich ist aber auch die Kombination von Ozon und PAK.

Der nacheinander geschaltete Einsatz von Ozon und PAK wurde beispielsweise auf der Kläranlage Schwerte großtechnisch untersucht. Ergebnisse sind dem Abschlussbericht des Projektes „Elimination von Arzneimittelrückständen in kommunalen Kläranlagen“ (Januar 2012 bis Juni 2013) zu entnehmen.

Darüber hinaus finden zurzeit auf der Kläranlage Eriskirch in Baden-Württemberg erste Untersuchungen zur Kosteneffizienz dieser Verfahrenskombination (Ozon und PAK) statt. Hintergrund der Untersuchungen ist der Gedanke, dass durch die kombinierte Ozon- und PAK-Anwendung die Betriebsmittelverbräuche so aufeinander abgestimmt und optimiert werden können, dass insgesamt ein Kostenoptimum entsteht. Aus wirtschaftlichen Gründen könnte dann die beschriebene Verfahrenskombination der alleinigen Ozon- bzw. PAK-Behandlung vorzuziehen sein. Ein weiterer Vorteil der Kombination aus Ozonung und PAK-Adsorption stellt zudem die Erweiterung der eliminierbaren Stoffspektren dar. Da durch Ozon und Aktivkohle verschiedene Stoffgruppen unterschiedlich gut zu eliminieren sind, könnten bei einer Kombination beider Verfahren Synergieeffekte genutzt werden, die zu einer optimierten Reinigungsleistung führen.

Auf Neuigkeiten hinsichtlich eingesetzter und untersuchter Verfahrenskombinationen verweisen wir in den Rubriken Meldungen und Forschungsprojekte.