Maßnahmen bei der Abwasserbehandlung

Aufgrund des hohen Wasserverbrauchs und der vorherrschenden geohydraulischen Bedingungen gewinnt NRW einen großen Teil des Trinkwassers aus Oberflächengewässern. Daher ist die hohe Reinigungsleistung der in diese Gewässer einleitenden Kläranlagen von besonderer Bedeutung.

In den meisten herkömmlichen Kläranlagen wird das Abwasser mechanisch-biologisch behandelt, um die Anforderungen an die Gewässerqualität einzuhalten. Mikroschadstoffe werden dabei jedoch nur in geringem Umfang eliminiert, weshalb sie ungehindert in die Gewässer NRWs eingeleitet werden und sich dort schließlich anreichern.

Im Rahmen des Multibarrieren-Konzepts wird der Ausbau ausgewählter Kläranlagen um eine vierte Reinigungsstufe diskutiert. Ziel ist es, die Mikroschadstoffe mithilfe geeigneter ergänzender Verfahren aus dem Abwasser zu eliminieren oder in den Kläranlagen zurückzuhalten.

Als mögliche Verfahrenstechniken zur Mikroschadstoffelimination auf Kläranlagen werden oxidative und adsorptive Verfahren sowie Filtrationsverfahren in Betracht gezogen. Darüber hinaus sind Kombinationen der verschiedenen Verfahrenstechniken möglich. Anwendung finden bislang hauptsächlich das oxidative Verfahren der Ozonung sowie die Aktivkohleadsorption mit pulverisierter und granulierter Aktivkohle.

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